Mia und der weiße Löwe

Das Buch zum Film, der am 1.Februar 2019 startet

Rezension „Mia und der weiße Löwe“

Eine einzigartige Freundschaft

Den Text zu diesem Jugendbuch wurde von Prune de Maistre verfasst. Es ist das Buch zum gleichnamigen Film, der mit 1.2.2109 in den Kinos startet. Dieses Buch erschien 2019 im cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH.

Gekonnt eingebettet in eine Familiengeschichte, ist ein sehr brisantes, jedoch (noch) wenig beachtetes Thema. 

In dieser Geschichte ist alles enthalten, was heranwachsende Mädchen berührt. Die scheinbar „normale“ Familie Owen gibt ihr altes Leben in London auf und zieht nach Südafrika, um dort mit einer Raubtierfarm ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die beiden Geschwister, Mick und Mia, müssen ebenfalls ihr altes Leben aufgeben, alles zurücklassen und mit ihren Eltern dieses neue, vollkommen ungewohnte beginnen. Obwohl Mick an den Folgen eines Unfalls, der schon lange zurückliegt und dessen Geheimnis erst am Ende gelüftet wird, leidet, kann er sich rascher an das Leben auf der Farm gewöhnen. Mia rebelliert, leidet und ist unendlich wütend. Sie wollte und will das neue Leben nicht. Sie hat in London nichts vermisst. Was kann sie dafür, dass ihr Vater, der ein geborener Südafrikaner ist, sich in England nie einleben konnte? Zu Recht empfindet das elfjährige Mädchen die Welt, ihre Eltern und auch alles andere als sehr ungerecht. Sie lässt ihrem Ärger freien Lauf. Die Familie ist nicht nur wegen Mias Verhalten sehr belastet. Die Raubtierfarm bringt keinen finanziellen Erfolg, der Vater belügt die Familie. Nur Mia kommt hinter Vaters Lügen. Als ein weißer Löwe, der auf der Farm geboren wird, endlich Mias Herz erreicht, beginnt das junge Mädchen das Leben in Südafrika zu lieben und kann einen Schlussstrich unter ihr Leben in London ziehen. Nun sieht es aber so aus, als ob die Familie die Farm nicht halten würde können. Nur der weiße Löwe, Charlie, kann dafür sorgen, dass die Farm weiterbestehen kann. Doch Mias Dickkopf und ihre Liebe zu Charlie gefährden nicht nur ihr eigenes Leben. So jedenfalls sehen es die Erwachsenen. 

Als Charlie zu Mias Schutz verkauft werden soll, kommt Mia hinter das Lügengebäude ihres Vaters. Mühsam versucht er es aufrechtzuerhalten. Doch sie, inzwischen 14 Jahre alt, kennt nichts als die Wahrheit und Lügen sind ihr verhasst. Genauso wie die Machenschaften der Raubtierfarmer, die Löwen verkaufen. Nicht um sie auszuwildern und so den Löwenbestand wieder zu erhöhen, sondern um die „Canned Hunting Industrie“ zu unterstützen. Als sie entdeckt, was Canned Hunting bedeutet, beschließt Mia das große Abenteuer mit Charlie zu wagen. Sie will verhindern, dass auch ihr geliebter weißer Löwe betäubt, mit einem Container in ein Gehege gebracht und dort von feigen „Jägern“ abgeschossen wird. Aber wie soll eine 14-Jährige es schaffen, einen ausgewachsenen Löwen in ein Reservat in Sicherheit zu bringen? Eines ist jedoch sicher: Sie lüftet das Geheimnis, das ihren Bruder so ängstlich und zurückgezogen gemacht hat. 

Mia ist eine, die die Wahrheit liebt und den Dingen ins Auge sieht. Sie geht nicht die ausgetretenen, bequemen Wege, sie setzt alles auf eine Karte. Mia zeigt den Erwachsenen, wie sich eigentlich Erwachsene zu verhalten hätten. Verantwortungsvoll, liebevoll und ehrlich. Sie ist erwachsener, als diejenigen, die es zu sein glauben. 

Mit diesem Buch (Film) wird eine Botschaft auf ansprechende Weise zu den richtigen Menschen (Jugendlichen) transportiert. Jedes Lebewesen ist wertvoll, es ist nicht menschlich, auf solche Weise mit anderen Lebewesen umzugehen.

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