Mein Therapeut heißt Wahnsinn!


Autor: Stephan Fölske, erschienen ist das Buch über „epubli“

Er sagt von sich, er befinde sich gerade in einer wirren Phase. Jetzt bin als Leserin verwirrt. 

Spielt der Autor uns ein Theater vor, oder spielt der Autor mit seinen Lesern Theater, oder spielt er für seine Leser das Theater? 

Eigentlich ist es ganz einfach. Stephan Fölske lässt Leser an seinem Innenleben teilhaben, in Form eines Theaterstückes. Er lädt uns ein, Zuschauer zu sein und ihm auf der Bühne seines Lebens zuzusehen. Er personalisiert den Narzissmus, die Dummheit, den Mut, die Hoffnung, sogar der Wahnsinn bekommt eine Stimme! Er lässt die zu Wort kommen, die wir oft unterbrechen. Tut der Autor übrigens auch. Ist auch gut so, denn der Dummheit sollte man wirklich nicht zu viel Stimme geben. 

Die kennen wir alle recht gut. Jeder, der aufmerksam seine Gedanken und sein Leben beobachtet, nennen wir es Reflexion, kennt diese Protagonisten. Und der Autor reflektiert! 

Wir spielen doch alle. Wir spielen uns selbst etwas vor, wir spielen den anderen etwas vor. Stephan Fölske lässt Leser in seine Gedanken sehen, zeigt ihm, was ihn als Mensch ausmacht. Seine Vergangenheit. Oder hat das alles gar nichts mit ihm zu tun? Alles nur Spiel?

Das Theaterstück ist gelungen!

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